Weil es manchmal genau das ist. Auskotzen. Rauslassen. Schreien, wenn auch nur in eine Tastatur.

Du kommst vom Jobcenter zurück, wurdest behandelt wie der letzte Dreck, und willst einfach nur irgendwo hinschreiben was passiert ist. Keine Frage, keine Bitte um Rat. Einfach nur: DAS IST HEUTE PASSIERT UND ICH BIN SO FERTIG.

Das ist hier der richtige Ort.

Ich fang mal an:

Als ich nach 8 Jahren als Projektleiter zum ersten Mal beim Jobcenter saß — Großraumbüro, Nummernzettel, Plastikstühle — da hab ich mich geschämt. ICH. Der vorher Budgets über Hunderttausende verantwortet hat, der Besprechungen mit 20 Leuten geleitet hat. Und dann sitzt du da zwischen den Nummernzetteln und wartest. Und der Typ neben dir riecht nach kaltem Rauch und Verzweiflung. Und du denkst: Wie bin ich hier gelandet?

Und dann wirst du aufgerufen. Und ein Mensch, der dein halbes Alter hat und deine Akte nicht gelesen hat, erklärt dir dein Leben. Was du tun sollst. Was du nicht darfst. Was „zumutbar“ ist.

Ich bin an dem Tag nach Hause und hab die Wand angestarrt. Nicht geweint. Nicht geschrien. Einfach nur dagesessen und mich gefragt, ob das jetzt mein Leben ist.

War es nicht. Aber in dem Moment hat es sich so angefühlt.

Also: Hier rein damit.

Einzige Regel: Keine Häme gegenüber anderen hier im Forum. Wir sind auf der gleichen Seite. Der Frust richtet sich nach außen, nicht nach innen.

Und wer mag, bekommt auch ein aufbauendes Wort zurück. Aber nur wenn ihr wollt. Manchmal reicht es auch einfach zu wissen: Da liest jemand mit, der es versteht.

Marco

Ihr wisst warum dieser Bereich „Auskotzen“ heißt und nicht „Austausch“ oder „Offene Diskussion“ oder sonst ein weichgespülter Begriff?

Weil es manchmal genau das ist. Auskotzen. Rauslassen. Schreien, wenn auch nur in eine Tastatur.

Du kommst vom Jobcenter zurück, wurdest behandelt wie der letzte Dreck, und willst einfach nur irgendwo hinschreiben was passiert ist. Keine Frage, keine Bitte um Rat. Einfach nur: DAS IST HEUTE PASSIERT UND ICH BIN SO FERTIG.

Das ist hier der richtige Ort.

Ich fang mal an:

Als ich nach 8 Jahren als Projektleiter zum ersten Mal beim Jobcenter saß — Großraumbüro, Nummernzettel, Plastikstühle — da hab ich mich geschämt. ICH. Der vorher Budgets über Hunderttausende verantwortet hat, der Besprechungen mit 20 Leuten geleitet hat. Und dann sitzt du da zwischen den Nummernzetteln und wartest. Und der Typ neben dir riecht nach kaltem Rauch und Verzweiflung. Und du denkst: Wie bin ich hier gelandet?

Und dann wirst du aufgerufen. Und ein Mensch, der dein halbes Alter hat und deine Akte nicht gelesen hat, erklärt dir dein Leben. Was du tun sollst. Was du nicht darfst. Was „zumutbar“ ist.

Ich bin an dem Tag nach Hause und hab die Wand angestarrt. Nicht geweint. Nicht geschrien. Einfach nur dagesessen und mich gefragt, ob das jetzt mein Leben ist.

War es nicht. Aber in dem Moment hat es sich so angefühlt.

Also: Hier rein damit.

Einzige Regel: Keine Häme gegenüber anderen hier im Forum. Wir sind auf der gleichen Seite. Der Frust richtet sich nach außen, nicht nach innen.

Und wer mag, bekommt auch ein aufbauendes Wort zurück. Aber nur wenn ihr wollt. Manchmal reicht es auch einfach zu wissen: Da liest jemand mit, der es versteht.

Marco

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